Mail an Bundeskanzler Dr. Wolfgang
Schüssel
Bregenz, 07.07.2003.
Guten Morgen werter Herr Bundeskanzler!
Nur ein einziger kurzer
Satz hätte gereicht, ich kenne ihre knapp bemessene Zeit, trotzdem dankten Sie
nicht für mein Billett & Buchgeschenk!
Werter Christ, trage
niemals deine Nase höher, als es Gott deinem Herzen und deinem Verstand
empfiehlt!
Sie sprechen gerne von
einer Politik des Teilens, jedoch solange man in Österreich ein Buch medial
verschweigen lässt und Politiker Themenbezüge als ihre Ideen der Öffentlichkeit
darbieten dürfen, und dasselbe Buch zugleich in Buchläden unbestellbar
scheint, so erinnern solche Zustände eher an die Zensur Metternichs! *
Wovon lebt danach ein
Autor? - Und so Sie die im Buch „A new Order Mr. President" geforderten finanziellen Entschädigungen
für NS-Zwangsarbeiter nahezu als ihre Intention im Raume stehen ließen und
zudem wie im Buch 1998 gefordert, zeitgemäße Gesetze für Neuselbständige
trotzdem erst Jahre später im Parlament beschließen ließen, und zugleich dem
Autor ihren Dank verweigerten, so erscheint ihre in den Medien offenbarte
Vordenkerrolle doch in einem anderen Licht!
Welch ein Segen für die
super verdienenden Politiker osmotisch wachsen zu dürfen und solcherart zu
Ehren zu kommen!
Einem von der hohen
Politik medial verschwiegen belassenen Vordenker erbaut dennoch die Tatsache,
nichts liegt so im Dunkeln, als das es Gottes Sonne nicht eines Tages erhellt!
Mit Dank und freundlichen
Grüßen ihr unsere österreichischen Befindlichkeiten durchwandert habender Anton
Petschacher.
* Trotz eines zuvor vom
Autor kontrollierten Vorhandenseins des Buches in einem Bregenzer Buchladen
erhielten Interessierte die Auskunft, das Buch sei nicht bestellbar und es gäbe
es nicht!
Der Zusendung des
Buches „A new Order Mr. President“(ersch.1999)
folgte keine Antwort und deshalb sandte der Autor am 7. Juli. 2003 um 07:41 an wolfgang.schuessel@bka.gv.at obige leicht gekürzte, jedoch im Kontext erhaltene Mail.
Anlässlich einer Ehrung eines italienischen Filmemachers bei den Salzburger
Festspielen stellte Kanzler Schüssel fest:
„Sollten jedoch in Österreich ebensolche kritische Geister wirken wollen, so
müssten sie sehr wohl wissen, was ihnen widerfahren würde!“ (Eine sinngemäße Wiedergabe).
Zum Sonnenplatze eines
medial gelobten Privatisierungskanzlers
gesellte sich rasch ein
williger Bärentaler der Hypo-Alpe-Adria.
Ihr Geschenk: Eurofighter,
Pensionsherabsetzungen und Milliardenschulden!
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